Jahresfeste

Samhain 2018

Samhain, Sommerende, das 3. Erntefest, der Tag, an dem die Schleier zwischen den Welten dünn sind. Das Fest der AhnInnen, Hexenneujahr.

Es gibt viele sehr gute Zusammenfassungen der verschiedenen Traditionen, die an diesem Tag gepflegt werden, sowohl die historischen, als auch die neueren. Bei ArteDea gibt es da einen schönen Text. Ich möchte hier aber darüber schreiben, was dieser Tag für mich persönlich bedeutet.

Seit über 40 Jahren bin ich in Sachen Hexen unterwegs und in dieser Zeit haben sich natürlich Traditionen gebildet. Einige haben die Zeiten nicht überdauert, andere schon. Zum Beispiel das Mahl für die AhnInnen. Zu Samhain wird immer immer ein Gedeck mehr aufgestellt und gefüllt, als Personen am Tisch sitzen, damit werden Toten geehrt. Wir zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben und dass wir uns erinnern, dass sie Anteil an dem haben, was und wer wir heute sind. Persönlich konnte ich auf diese Art meine alles andere als problemfreie Beziehung zu meiner Mutter klären, was zu ihren Lebzeiten nicht mehr möglich war.

Auch was auf dem Tisch kommt, spielt eine entscheidende Rolle. Da eine der Göttinnen, die ich eng mit Samhain verbinde, Cerridwen ist, deren heiliges Tier die Sau ist, wird es heute Schweinegeschnetzeltes mit Paprikastreifen geben. Cerridwen ist die Hüterin des Kessels, der Wiedergeburt. Womit wir zur nächsten Tradition kommen.

Nach dem Abendessen schreibe, mal, zeichne ich das, was ich loslassen will, und übergebe das Papier dem Feuer. Gebe alles was mir nicht mehr dienlich ist, in den Kessel der Cerridwen, in dem alles was stirbt zurückkehrt, aufgelöst und neu vermischt wird. Dem folgt meistens eine Meditation mit der Kristallkugel.

Bevor ich an diesem Tag schlafen gehe, gibt es noch einmal etwas Leckeres. Meistens ist es ein Obstsalat, manchmal auch ein Dessert, das ich einmal erfunden habe.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes, fröhliches Samhain und ein gutes, neues Jahr.

Göttinnen · Runen

Tagesrune: Kenaz – Die Fackel

… aber auch die Öffnung. Für mich zeigt diese Rune, die Öffnung des Geburtskanals. Es ist die Rune der Kreativität, der Spiellust und des Beginns. Eng verbunden ist sie mit Freia, mit der Liebe zum Entstehen lassen und dem sich Hingeben. Hat also auch viel mit Liebe und Vertrauen zu tun. Wenn sie mir an einem Tag wie heute kommt, an dem ich wieder viel „Du musst! Du solltest! Nun aber Endlich!“ denke, sagt sie klar. Hee, spiel mit mir, ich kann dir den zündenden Funken geben, den Antrieb den es braucht. Nichts muss, alles kann und alles wird.

Gedanken · Tarot

Don´t let the muggles get you down

Die Überschrift soll mein Motto für 2019 sein. Die letzten drei Jahre waren wirklich nicht schön und jedes Mal habe ich kurz vor Samhain gesagt: „Bald ist dieses Arschlochjahr zu Ende und dann wird es besser“. Wurde es aber nie, eigentlich wurde es schlimmer. 2018 hat mich arg gebeutelt. Ich bin sehr müde und habe ein großes Ruhebedürfnis.

Viele der für dieses Jahr geplanten Projekte sind zu kurz gekommen oder schlicht gar nichts geworden. Das kann ich akzeptieren, ist halt so. Leben ist das, was geschieht, während wir Pläne machen, hat mal wer gesagt. Recht so. Für 2019 habe ich mir nichts vorgenommen, außer dem Motto: Don´t let the muggles get you down“. Das muss reichen.

Sicher sind da Wünsche. Ich würde gerne meine Schreibprojekte zu Ende bringen, würde gerne wieder die Tarot- und Runenberatungen aufnehmen, ebenfalls die Tarot- und Runenspaziergänge. Aber ich spüre ganz stark, dass es noch nicht an der Zeit ist. Eines allerdings werde ich tun. Diesen Blog wieder regelmäßig schreiben.